18. August 2016

Heute Stipendiat, morgen Fachkraft in einem innovativen Unternehmen

Stellten die HARTING Stipendiatenförderung vor (von links nach rechts): Chrisoula Angelidou (HARTING HR), Oliver Schön (Student), Bettina Klaas-Heisener (HARTING HR), Svenja Hamacher (Studentin) und Miriam Kessel (HARTING HR)

HARTING baut Stipendiatenförderung aus / Künftig HR-Instrument vor allem zur Gewinnung von Mitarbeitenden / Win-Win-Win-Situation für Unternehmen, Hochschulen und Studierende / Studierende können sich finanziell unabhängig auf das Studium konzentrieren / Gute Karrierechancen in Ostwestfalen-Lippe („it’s OWL“)

Die Stipendiaten-Förderung gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung – dies gilt für Studierende, Hochschulen und Unternehmen gleichermaßen. Auch zahlreiche Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe haben diese Entwicklung erkannt. Hierzu zählt die HARTING Technologiegruppe aus Espelkamp, die die Stipendiatenförderung in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet hat und künftig weiter ausbauen wird.

„Wir als Personalverantwortliche wollen künftig die Stipendiatenförderung bei HARTING gezielt als HR-Instrument vor allem zur Gewinnung von Fachkräften nutzen und die Zukunftsfähigkeit der Technologiegruppe somit sichern“, sagt Chrisoula Angelidou, Director Learning & Organisational Development, Talent & Health Management bei der HARTING Technologiegruppe. 
Sie zählt die weiteren Vorteile der Stipendiatenförderung auf: 1) Hochschulen und Unternehmen profitieren vom wechselseitigen Wissenstransfer in Forschung und Entwicklung. 2) Hochschulen, Unternehmen und Studierende verzahnen sich in Netzwerken. 3) Die Studierenden können sich finanziell unabhängig auf das Studium konzentrieren. „Es ist eine echte Win-Win-Win-Situation“, betont Frau Angelidou.

Deutlich verbessert hat sich das Matching zwischen Unternehmen und Studierenden in jüngster Vergangenheit. „Wir haben unser Anforderungsprofil stärker zum Ausdruck gebracht. Die Universitäten und Hochschulen wissen heute ganz genau, wen wir bei HARTING für die Praxisphasen gewinnen wollen“, erklärt Frau Angelidou.
 
HARTING ist jedenfalls von der Stipendiatenförderung überzeugt. Daher hat die Technologiegruppe dieses Programm über die Jahre kontinuierlich ausgebaut. Wurden im Geschäftsjahr 2011/12 (30. September) zunächst drei Stipendien vergeben, so sind es im derzeit laufenden Geschäftsjahr 2015/16 bereits sieben Stipendien. Im kommenden Geschäftsjahr 2016/17 sind dann acht Stipendien geplant. „Somit können wir uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren“, so Frau Angelidou.

HARTING pflegt daher seit Jahren einen engen Kontakt zu den Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen in Ostwestfalen-Lippe und auch Niedersachsen, wie  Miriam Kessel, Referentin Recruiting & Talent Management bei HARTING ausführt. „Wir arbeiten sehr erfolgreich mit dem Studienfonds OWL zusammen“, erklärt Frau Kessel.

Im „Studienfonds OWL“ sind die Fachhochschule Bielefeld, die Universität Bielefeld, die Universität Paderborn, die Hochschule Höxter-Lemgo-Detmold und die Hochschule für Musik Detmold zusammengeschlossen. HARTING beteiligt sich zudem am „WIR“-Stipendium der Hochschule Hannover. „Mit dem Stipendienpaket ‚Ich Dir, Du mir – Wir!‘ helfen die Hochschule und wir den Studierenden, ihr Talent auszuschöpfen und halten so den jungen Menschen den Rücken frei“, unterstreicht Frau Kessel. Ferner arbeitet die Technologiegruppe mit der Hochschule Osnabrück zusammen, die dafür den klassischen Namen „Deutschlandstipendium“ verwendet.

Svenja Hamacher und Oliver Schön sind froh, dass sie diese Art der Förderung zu ihrer persönlichen Entwicklung nutzen können. Svenja Hamacher studiert Informationsmanagement an der Hochschule Hannover im fünften Semester, Oliver Schön im zweiten Semester Maschinenbau an der Universität Paderborn. „Neben der finanziellen Unabhängigkeit, die für mich sehr wichtig ist, erhalte ich einen Einblick in das tägliche Geschäft eines internationalen Technologieführers“, sagt Svenja Hamacher. Zudem hat sie die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und ihr Netzwerk auszubauen. Als Beispiele nennt sie die Teilnahme an der Hannover Messe, am Karrieretag WoMenPower Kongress dort auf der Messe oder auch den Austausch mit anderen Studenten von HARTING am Stipendiaten-Tag.

Das Stipendium bietet auch viele fachliche Vorteile, wie Oliver Schön betont. „Ich lerne neue Branchen, Innovationen und Themen wie die Digitalisierung kennen, die mein Wissen über Technik und Produkte erweitern und mir besonders in meinem Studium weiterhelfen werden; seien es Anwendungsgebiete für gelernte Verfahren oder die Entscheidung über zukünftige Vertiefungsrichtungen“, so Schön.
Er ist zuversichtlich, dass er gute Jobperspektiven nach Abschluss seines Studiums hat. „In Ostwestfalen-Lippe sind zahlreiche innovative Technologieunternehmen beheimatet. Daher werde ich mich nach dem Studium sehr wahrscheinlich erst einmal hier in der Region umschauen und bewerben“, so Oliver Schön. Mögliche, spätere Arbeitgeber neben HARTING sind die Unternehmen, die sich beispielsweise in „it’s OWL“ oder in der „Zukunftsallianz Maschinenbau“ zusammengeschlossen haben, wie er weiter erklärt.

Auf die künftige Zusammenarbeit mit den Studierenden freut sich Bettina Klaas-Heisener, HR Professional Talent Management bei HARTING. Sie betreut Frau Hamacher im Rahmen des MINT-Mentoring-Programms des Branchennetzwerkes OWL MASCHINENBAU e. V. Dieses richtet sich gezielt an junge Menschen, die sich für einen MINT-Beruf (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften) entschieden haben.

Zudem organsiert sie mit ihrer Kollegin Frau Kessel regelmäßig Spezialveranstaltungen für den akademischen Nachwuchs und ist daher besonders nah an den Studierenden. Für Studentinnen und Studenten im Praktikum oder in einer Studienabschlussarbeit gestaltet HARTING den Studenten Talk. Für die Stipendiaten, die noch nicht im Unternehmen im Einsatz sind, gibt es den Stipendiaten-Tag. „Beide Formate bestehen zum Teil aus Fachvorträgen, wie beispielsweise zum Thema Industrie 4.0 oder Digitalisierung, aber auch aus Fun-Events wie das Bauerngolfen“, sagt Frau Kessel.

„Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, weil ich weiß, wie die jungen Leute so ticken. Man bekommt auch ein sehr gutes Gespür dafür, was den Studierenden später im Beruf wichtig ist“, betont Frau Klaas-Heisener abschließend.

 

Facts & Figures:

Anzahl der HARTING Stipendien sukzessive ausgebaut:
Geschäftsjahr 2011/12: drei Stipendien
Geschäftsjahr 2012/13: vier Stipendien
Geschäftsjahr 2013/14: vier Stipendien
Geschäftsjahr 2014/15: sechs Stipendien
Geschäftsjahr 2015/16: sieben Stipendien
Geschäftsjahr 2016/17: acht Stipendien

Förderung:

alle finanziellen Mittel aus den sogenannten Deutschlandstipendien werden durch den Staat um weitere 100 % aufgestockt
jeder Stipendiat/jede Stipendiatin bekommt also zunächst von den fördernden Unternehmen 1.800 Euro, und nochmals 1.800 Euro vom Staat
macht 3.600 Euro für ein ganzes Jahr
der Förderzeitraum ist jeweils ein Jahr mit einer Option auf eine Verlängerung