25. Februar 2009

Margrit und Dietmar Harting mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrheinwestfalen, Christa Thoben (3.v.l.), zeichnete Margrit und Dietmar Harting mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus.

Unternehmerehepaar engagiert sich regional, national und international.

Bundespräsident Horst Köhler hat auf Vorschlag von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Eheleute Margrit Harting und Dietmar Harting am 16. Februar 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Soziales Engagement hat nicht nur in der HARTING Technologiegruppe einen hohen Stellenwert. Für das Unternehmerehepaar Margrit und Dietmar Harting spielen gemeinnützige Aktivitäten, insbesondere in der Region Ostwestfalen, eine große Rolle. Die Verleihung, an der auch der Espelkamper Bürgermeister Heinrich Vieker teilnahm, wurde durch die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrheinwestfalen, Christa Thoben, vorgenommen. Bereits im Juli 1998 wurden die Unternehmer mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

In ihrer Laudatio würdigte Ministerin Thoben das herausragende Engagement der Unternehmer Margrit und Dietmar Harting, die zusätzlich zu ihren Aufgaben in der HARTING Technologiegruppe in zahlreichen Organisationen aktiv sind. Die Aktivitäten beider Unternehmer sind darauf ausgerichtet, in der Region Ostwestfalen in vielfältiger Weise einen Beitrag dazu zu leisten, dass diese wirtschaftlich starke Region auch in kultureller und gesamt-gesellschaftlicher Hinsicht einen attraktiven Lebensraum darstellt. In gleichem Maße ist das Engagement von Dietmar Harting, der sich national wie international für die Normung einsetzt, als bedeutender Beitrag für die Entwicklung der gesamtdeutschen Wirtschaft zu werten.

Margrit Harting, die bereits seit 1973 ehrenamtlich tätig ist, hat sich in vielfältiger Weise um die Region Ostwestfalen verdient gemacht. Seit ihrer Berufung in das Kuratorium der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft Bielefeld 1979 setzt sie sich für die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Praxis ein. Von 2000 bis 2002 hatte sie den Vorsitz des Kuratoriums inne. Über dieses Engagement hinaus finanziert sie seit vielen Jahren einen der jährlich vergebenen 13 Preise der Universität Bielefeld für herausragende Dissertationen. Seit 2002 ist Margrit Harting zudem Mitglied des Kuratoriums der Fachhochschule Bielefeld.

Seit 1993 als Kuratoriumsmitglied und seit 1996 als Vorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe engagiert sich Margrit Harting für die Förderung der Nordwestdeutschen Philharmonie (NWD). Ihre Überzeugungsarbeit bewirkte, dass die NWD als Landessinfonieorchester erhalten blieb. Ihrer Initiative ist es auch zu verdanken, dass die Philharmonische Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe die Detmolder Sommerakademie fördert, die Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ nach Detmold einlädt und damit die kulturelle Landschaft der Region bereichert.

Von 1993 bis 2003 hatte Margrit Harting den Vorsitz des Volksbildungswerkes e.V. in Espelkamp inne. In dieser Funktion setzte sie sich insbesondere für die Renovierung des Neuen Theaters in Espelkamp ein und beteiligte sich darüber hinaus zusammen mit ihrem Mann Dietmar Harting in derselben Höhe wie die Stadt Espelkamp an der Finanzierung der Sanierung des Theaters. 2002 verlieh ihr der Rat der Stadt Espelkamp zum Dank die Espelkamp-Medaille. 2003 ernannte das Volksbildungswerk sie zur Ehrenvorsitzenden. Der Bundespräsident zeichnete 2006 in seiner Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ dieses Theater als Imageträger für Deutschland aus.

Um die wirtschaftliche Position der Region Ostwestfalen zu fördern, ist Margrit Harting zudem Mitglied in unterschiedlichen Gremien. Hierzu zählen die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, deren Vollversammlung sie seit 1996 angehört und deren Vizepräsidentin sie seit 2006 ist. Seit 1999 gehört sie auch dem Kuratorium der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V., Münster, an. Von 1993 bis 2003 hatte sie den Vorsitz der Interessengemeinschaft Standortförderung für den Kreis Minden-Lübbecke inne, deren Ehrenvorsitzende sie seit 2003 ist. 1996 initiierte sie die Ausschreibung des mit 10.000 € dotierten Förderpreises „Leistung macht Laune“. Der Preis wird für eine Leistung vergeben, die dazu beigetragen hat, das Zugehörigkeitsgefühl in der Region zu stärken. Die kulturellen Interessen der Region unterstützt Margrit Harting unter anderem als Mitglied des Kuratoriums der „Stiftung der Sparkasse Minden-Lübbecke zur Förderung von Kunst und Kultur“.

Dietmar Harting ist neben seiner Tätigkeit als Persönlich Haftender Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender des Technologieunternehmens HARTING in einer Vielzahl nationaler und internationaler Gremien vertreten. Sein besonderes Anliegen ist die Normungsarbeit.

Dietmar Harting ist bereits seit den 1970er Jahren ehrenamtlich tätig und hat sein Engagement seit 1990 insbesondere auf den berufsständigen Bereich konzentriert. Von 1995 bis 1998 war er Mitglied im Rat für Forschung, Technologie und Innovation bei Bundeskanzler Helmut Kohl. Zusätzlich zu seinem aktiven Wirken in der EECA (European Electronic Component Manufacturers Association), deren Präsident er von 1999 bis 2001 war, übernahm er 1998 den Vorsitz der Deutschen Kommission Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (DKE). Die DKE ist die in Deutschland zuständige Organisation für die Erarbeitung von Normen und Sicherheitsbestimmungen auf diesem Gebiet. Im CENELEC (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung), dessen Präsident Dietmar Harting seit 2007 ist, und als stellvertretender Vorsitzender des deutschen Komitees der internationalen elektrotechnischen Kommission (IEC) vertritt er die Interessen der deutschen Hersteller. Von 1999 bis 2004 leitete Dietmar Harting als Präsident den Zentralverband der Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI), dem er bereits seit 1990 aktiv und in unterschiedlichen Fachverbänden auch in leitender Funktion angehört. Auch hier war die Weiterentwicklung der elektrotechnischen Normung sein besonderes Anliegen. Anlässlich seines Ausscheidens im Jahr 2004 übertrug der Zentralverband ihm die Ehrenpräsidentschaft. 2003 wurde Dietmar Harting zum Präsidenten des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN) gewählt.

2004 brachte Dietmar Harting als mittelständischer Unternehmer sein Fachwissen auf dem Gebiet der Normung in die Initiative „Partner für Innovationen“ ein. Die Initiative zielte darauf ab, Deutschlands Erfolgsgeschichte der Innovationen fortzuschreiben. Es gelang ihm, die Erkenntnis zu vermitteln, dass Normen und Standards die Marktfähigkeit von Innovationen und somit deren Markterfolg unterstützen. Auf seinen Erkenntnissen basiert das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Innovationsförderung finanzierte Projekt „Innovation mit Norm und Standards“ (INS). Ziel dieses Projekts ist es, Innovationen der Zukunft optimale Rahmenbedingungen zu bieten und ihre Marktfähigkeit zu fördern.

Von 2000 bis 2004 gehörte er dem Vorstand des Förderkreises der Deutschen Industrie e.V. an. Der Förderkreis betreut wichtige Gemeinschaftsprojekte der deutschen Industrie. Er unterstützt neben dem BDI das Institut der deutschen Wirtschaft, das Forschungsinstitut für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb sowie die Gesellschaft zur Förderung des Unternehmernachwuchses.

Seit November 1996 ist Dietmar Harting Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Messe AG und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Hannover Messe. Im Jahr 2004 zeichnete das Land Niedersachsen Dietmar Harting für sein Engagement mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des niedersächsischen Verdienstordens aus. Im Jahr 2008 erhielt er für sein besonderes Engagement die Goldene Messemedaille der Deutschen Messe AG.

"Wir freuen uns außerordentlich über diese Ehrung durch den Bundespräsidenten, und wir danken unserer Ministerin Thoben für die herzlichen und sehr persönlichen Worte. Für uns ist diese Ehrung nicht nur Anerkennung für unser Wirken, sondern vielmehr Ansporn, auch in Zukunft das Unsere beizutragen", betonten Margrit und Dietmar Harting anlässlich der Feierstunde in Düsseldorf.